Die Allerheiligen-Wasserfälle

 

Versteckt inmitten der beeindruckenden Landschaft des Schwarzwalds liegen die Allerheiligen-Wasserfälle – ein Ort voller Ruhe, Kraft und natürlicher Schönheit. Über mehrere Stufen stürzt das klare Wasser des Lierbachs in die Tiefe und formt dabei eine der höchsten und bekanntesten Wasserfall-Kaskaden Baden-Württembergs.

 

Ein gut ausgebauter Wanderweg führt durch das grüne Tal, vorbei an moosbewachsenen Felsen, verwunschenen Waldabschnitten und rauschendem Wasser. Jede Kurve eröffnet neue Blickwinkel auf das faszinierende Spiel von Wasser, Licht und Natur.

In unmittelbarer Nähe befinden sich die Ruinen des ehemaligen Klosters Allerheiligen, die dem Ort eine besondere, fast mystische Atmosphäre verleihen. Die Kombination aus wildromantischer Natur und geschichtsträchtiger Kulisse macht die Allerheiligen-Wasserfälle zu einem unvergesslichen Ausflugsziel für alle, die Natur und Geschichte gleichermaßen schätzen.

Klosterruine Allerheiligen – Stille Zeugin vergangener Zeiten

Oberhalb der Wasserfälle, eingebettet in die wildromantische Landschaft des Schwarzwalds, erhebt sich die ehrwürdige Klosterruine Allerheiligen. Was einst ein Ort des Gebets und der Einkehr war, ist heute ein Platz zum Staunen, Innehalten und Träumen.

 

Gegründet wurde das Kloster zwischen 1191 und 1196 von Uta von Schauenburg, einer adligen Frau aus dem Elsass. Sie stiftete das Kloster als Prämonstratenserabtei, einem Orden, der für sein einfaches, naturverbundenes Leben und seine seelsorgerische Tätigkeit bekannt war. Die Lage hoch im Lierbachtal, fernab größerer Siedlungen, war bewusst gewählt – abgeschieden, ruhig und ideal für das klösterliche Leben in Einklang mit der Natur. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Allerheiligen zu einem geistigen Zentrum in der Region. Um 1657 wurde das Kloster zur Abtei erhoben, was seinen Einfluss weiter stärkte.

Die ruhige Zeit endete mit der Säkularisation im Jahr 1802. Das Kloster wurde aufgelöst, die letzten Mönche verließen den Ort, und die Gebäude gingen in staatlichen Besitz über. Nur zwei Jahre später, 1804, schlug ein Blitz in die Kirche ein und löste einen verheerenden Brand aus. Das Feuer zerstörte weite Teile der Anlage – übrig blieben nur die Mauern, Bögen und Teile des Kreuzgangs, die bis heute erhalten sind.

 

Der Zauber dieses Ortes liegt in seiner Atmosphäre – zwischen Geschichte und Natur, zwischen Himmel und Erde. Umgeben von dichtem Wald, dem Rauschen der Wasserfälle und moosbedeckten Steinen lässt sich hier die Zeit fast vergessen.

Ein Spaziergang durch die Ruinen ist wie eine kleine Zeitreise: leise, berührend und voller Charakter. Wer Ruhe sucht, wird sie hier finden – und vielleicht ein kleines Stück Vergangenheit mitnehmen.

 

Der Zauber dieses Ortes liegt in seiner Atmosphäre – zwischen Geschichte und Natur, zwischen Himmel und Erde. Umgeben von dichtem Wald, dem Rauschen der Wasserfälle und moosbedeckten Steinen lässt sich hier die Zeit fast vergessen.

Ein Spaziergang durch die Ruinen ist wie eine kleine Zeitreise: leise, berührend und voller Charakter. Wer Ruhe sucht, wird sie hier finden – und vielleicht ein kleines Stück Vergangenheit mitnehmen.

 

Ehrenmal des Schwarzwaldvereins bei Allerheiligen

Unweit der Klosterruine und oberhalb der Allerheiligen-Wasserfälle befindet sich ein ganz besonderes Denkmal: das Ehrenmal des Schwarzwaldvereins. Errichtet wurde es 1925, um den im Ersten Weltkrieg gefallenen Vereinsmitgliedern zu gedenken. Heute steht es stellvertretend für die Erinnerung an alle verstorbenen Mitglieder des Vereins.

Das Ehrenmal wurde nach Plänen des Freiburger Architekten Merkle gebaut. Die eindrucksvolle Kriegerfigur aus Maintäler Muschelkalk stammt vom Bildhauer Arnold Rickert. Am 8. November 1925 fand die feierliche Einweihung statt. Besonders ins Auge fällt die Inschrift am Sockel: „Wir heißen euch hoffen.“

Durch seine Lage oberhalb der Wasserfälle und direkt am Renchtalsteig ist das Ehrenmal ein stiller, zugleich aber sehr eindrucksvoller Ort. Wanderer verweilen hier gerne, um die Aussicht zu genießen und einen Moment innezuhalten, bevor es weiter ins Lierbachtal geht.

 

Anfahrt & Parken:
Die Allerheiligen Wasserfälle sind gut erreichbar – Parkplätze findest du direkt am Besucherzentrum oder etwas unterhalb beim unteren Zugang zum Wasserfallweg. Von dort führen gut ausgeschilderte Wege direkt zum Klostergelände und den Wasserfällen.

Wandern & Erleben:
Die Region rund um die Wasserfälle ist bestens für Wanderfreunde geeignet. Besonders beliebt ist der „Allerheiligen-Wasserfall-Rundweg“, der dich über Treppen entlang des Wasserlaufs durch ein verwunschenes Schluchtental führt. Gutes Schuhwerk ist dabei ein Muss!

Öffnungszeiten & Eintritt:
Der Zutritt zum Gelände sowie zu den Ruinen des Klosters ist ganzjährig möglich und kostenfrei. Die Wege sind frei zugänglich – bei nassem Wetter aber bitte mit Vorsicht begehen.

Tipp:
In den Sommermonaten lohnt es sich, etwas Proviant mitzunehmen und ein kleines Picknick in der Nähe der Ruinen zu genießen. Es gibt auch eine Gaststätte am oberen Parkplatz, die zur Einkehr einlädt.